Pfarreirat tagt in Ettlingen: Engagementförderung, Demokratie und neue Wege

Mit einem geistlichen Impuls von Beate Klein begann die jüngste Sitzung des Pfarreirats am 11. Juni 2026. Die Geschichte der Perle von Sören Karl stand im Mittelpunkt des geistlichen Impulses und wurde auf die Gemeinde übertragen: „Unsere Arbeit soll so wertvoll werden wie die Perle in der Muschel.“
Ein zentraler Punkt der Sitzung war die Vorstellung von Katja Czech, die seit dem 1. Mai als Referentin für Engagementförderung in der Pfarrei tätig ist. Sie präsentierte die Aufgaben des Kompetenzteams „Ehrenamt und Engagementförderung“, das sie leitet. Die Vision der Pfarrei – Begegnung, Freude und Teilen – soll dabei durch eine klare Haltung, Planung und gemeinsames Handeln umgesetzt werden. Alle Dimensionen der Engagementförderung von der Gewinnung neuer Ehrenamtlicher bis zur Verabschiedung werden dabei in den Blick genommen und mit konkreten Maßnahmen umgesetzt. Ein besonderes Augenmerk liegt aktuell auf dem Thema „Ehrenamt sichtbar machen“.
Die Sitzung beschäftigte sich zudem intensiv mit der Personal- und Prozessplanung. Erörtert wurden sowohl die kurzfristigen Transformationsprozesse für 2026 in den Bereichen Kommunikation, Verwaltung, Leitung und Pastoral als auch die mittelfristige Planung für den Einsatz der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger, bei der sechs Thesen zur Diskussion standen. Die Mitglieder des Pfarreirates äußerten Zustimmung, Fragen, Bedenken oder Widerstand, bevor ein schriftliches Meinungsbild zum Einsatz pastoraler Hauptamtlicher eingeholt wurde.
Ein weiteres wichtiges Thema war das gesellschaftliche und politische Engagement der Pfarrei. Martina Kastner berichtete vom Netzwerktreffen des „Ettlinger Bündnisses gegen Rechts“, an dem sich die Pfarrei aktiv beteiligt. Ziel des ersten Treffens am 6. Mai 2026  war es, die Vernetzung und gemeinsame Ausrichtung gegen Rechtsextremismus zu stärken. Auch an der „Langen Nacht der Demokratie“ am 2. Oktober 2026 wird sich die Pfarrei beteiligen. Ulrike Pietzcker stellte die aktuellen Planungen dafür vor. 
Pfarreiökonom Bernd Gramlich informierte über die aktuellen Entwicklungen in der Kita Burbach, die auch durch eine negative Berichterstattung in der Presse aufgegriffen wurde. Derzeit wird das Team neu aufgebaut. Nach intensiven Gesprächen mit Mitarbeitenden und Eltern sei man nun auf einem guten Weg, so Gramlich. 
Dann gab es eine Reihe von Anträgen zu bearbeiten. Einstimmig wurden die Vertretungen für die Gesellschafterversammlung der Kirchlichen Sozialstation Rheinstetten bestätigt. Zudem wurden die Wahlen und Berufungen verschiedener Gemeindeteams einstimmig beschlossen. Eine Satzungsänderung des „Caritativen Fördervereins St. Ursula Rheinstetten-Neuburgweier“ wurde ebenfalls einstimmig angenommen.
Abgerundet wurde die Sitzung mit einem Ausblick auf anstehende Termine und einem Gruß des Generalvikars, ausgerichtet von Pfr. Thomas Ehret.