Es war einer dieser Sommertage, an denen einfach alles zusammenpasst: strahlender Sonnenschein, viele Begegnungen und jede Menge Musik. Zahlreiche Menschen kamen nach St. Bernhard in Malsch, um gemeinsam das Patrozinium und das 50-jährige Jubiläum des Chores Inch Allah zu feiern.
Dass der Festgottesdienst zu einem besonderen Erlebnis wurde, war dabei nicht zuletzt dem Jubiläumschor selbst zu verdanken. Die Sängerinnen und Sänger hatten den Gottesdienst nicht nur musikalisch gestaltet, sondern ihn auch inhaltlich mit vorbereitet. Mit ihren Liedern und Gesangseinlagen verliehen sie der Feier eine lebendige und festliche Atmosphäre und machten den Gottesdienst zu etwas ganz Besonderem.
Ein doppeltes Fest in Malsch: 50 Jahre Chor Inch Allah und Patrozinium von St. Bernhard
Seit einem halben Jahrhundert gehört der Chor fest zum Gemeindeleben in Malsch. Entstanden ist er 1976 als damaliger KjG-Chor noch. Das Ziel war von Anfang an klar: Gottesdienste mit aussagekräftigen Liedern lebendiger und schwungvoller zu gestalten.
Für die heutige Vorsitzende Hildegard Föry begann diese Geschichte bereits mit 16 Jahren. Auch Elke Schick Gramespacher ist seit sie 14 Jahre alt ist schon dabei. Warum sie damals eingetreten ist? „Freunde und die Clique vor Ort“, erzählt sie schmunzelnd. Bis heute ist sie dem Chor treu geblieben.
Auch der Name des Chores hat seine eigene Geschichte. Als die Mitglieder dem Namen „KjG-Chor“ entwachsen waren, musste ein neuer her. Die Wahl fiel 1986 auf „Inch Allah“, in dem Glauben, es handle sich um einen hebräischen Begriff. Erst später stellte sich heraus, dass die Worte aus dem Arabischen stammen und „So Gott will“ bedeuten. Der Name blieb trotzdem – oder gerade deshalb. Denn die Bedeutung passte und passt bis heute gut zur Gemeinschaft und ihrem Selbstverständnis.
Vieles hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten verändert. Früher wurde noch mit eigener Band, Keyboard, Schlagzeug und Gitarre musiziert, meist einstimmig. Heute singt der Chor vierstimmig und gestaltet Gottesdienste, Hochfeste, Erstkommunionen, Firmungen und die Christmette musikalisch mit.
Was geblieben ist, ist die Begeisterung für die Musik und die Gemeinschaft. „Das Singen schenkt uns gemeinsame Zeit und gibt uns Kraft“, beschreibt ein Chormitglied. Ein anderes sagt: „Lieder begleiten uns bis in den Alltag. Sie enden nicht auf dem letzten Ton, sondern klingen in unserem Leben weiter.“ Und vielleicht bringt es ein drittes Zitat am besten auf den Punkt: „Wir singen nicht immer perfekt, aber immer mit Herz und Freude.“
Auch nach dem Gottesdienst wurde rund um die Kirche St. Bernhard weitergefeiert. Das vom Gemeindeteam Malsch mit vorbereitete und unterstützte Patroziniumsfest erwies sich als voller Erfolg. Bei Getränken, Snacks und vielen guten Gesprächen wurde Gemeinschaft spürbar und erlebbar – ganz so, wie Kirche vor Ort sein kann: offen, lebendig und verbindend.
Aktuell befindet sich der Chor auf der Suche nach einer neuen Chorleitung. Die Hoffnung ist groß, dass sich die bereits in Aussicht stehende Lösung verwirklichen lässt und Inch Allah auch künftig Gottesdienste und Hochfeste in Malsch auf seine besondere und lebendige Weise mitgestalten kann.
Wer Lust hat mitzusingen, ist herzlich willkommen. Geprobt wird immer mittwochs von 19.45 bis 21.15 Uhr im Theresienhaus in der Muggensturmer Straße 6 in Malsch. Über neue Stimmen freut sich der Chor jederzeit. Ganz im Sinne seines Namens: So Gott will, geht die Geschichte von Inch Allah noch viele Jahre weiter.
