Sixtus war gebürtiger Römer. Er korrespondierte mit Augustinus (Heiliger) und war wegen seines außergewöhnlichen Glaubenseifers und seiner großen Frömmigkeit bekannt. So stieß seine Ernennung zum Papst am 31. Juli 432 als Nachfolger des vier Tage zuvor verstorbenen Coelestin I. (Heiliger) bei den Römern auf große Zustimmung. Er bekämpfte den Pelagianismus und den Nestorianismus und versuchte ohne viel Erfolg, die kirchlichen Streitigkeiten im Osten zu schlichten. In Rom ließ er zur Erinnerung an das im Jahre 430 abgehaltene Konzil von Ephesos (heute Ruinenfeld bei Selçuk an der Ägäisküste der Westtürkei) die berühmte Kirche Santa Maria Maggiore erbauen und mit Mosaiken schmücken.
Sixtus III. starb am 19. August 440 in Rom und hatte Leo I. (Heiliger) zum Nachfolger, der bereits als Archidiakon großen Einfluss ausgeübt hatte, bis November 461 amtierte und als »Leo der Große« in die Geschichte eingehen sollte.
Darstellung: im Papstgewand
Attribute: Tiara, Pallium, Kreuzstab (mit drei Querbalken), Kirchenmodell

Quelle: Herder-Verlag
