orthodoxe Ostkirchen 10. Mai
Noah, Sohn des Lamech (Genesis 5, 29), wird im Alten Testament als zehnter Urvater nach Adam genannt. Im Neuen Testament wird er zu den Vorfahren Jesu gezählt (Lukasevangelium 3, 36), und seine Geschichte wird häufig als Bild des Heils dargestellt (Matthäusevangelium 24,37–39; Lukasevangelium 17, 26f.; 1. Brief des Petrus 3, 20):
Als Gott die Schlechtigkeit und Bosheit der Menschen sah, beschloss er, eine Sintflut über die Erde zu schicken. Noah jedoch war ein gerechter und gottesfürchtiger Mann und sollte verschont werden. Gott gab ihm den Auftrag, die Arche zu bauen und sich darin mit seiner Gemahlin, seinen Söhnen Sem, Ham und Jafet, die er im Alter von 500 Jahren gezeugt haben soll, und deren Frauen sowie je einem Paar jeder Tierart in Sicherheit zu bringen. Nach 40 Tagen Regen kam die große Flut, und die Arche setzte auf dem Berg Ararat auf. Nach dem Zurückweichen des Wassers brachte Noah dem Herrn ein Brandopfer dar, und ein neuer Bund zwischen Gott und den Menschen wurde geschlossen (Genesis 6, 5–9, 29).
Noah legte Felder und als erster Mensch einen Weingarten an. Als er eines Tages vom Wein berauscht entblößt im Zelt lag, verhöhnte ihn sein Sohn Ham bei den Brüdern, wofür er und seine Nachkommen von Noah verflucht wurden. Sem jedoch, der älteste Sohn Noahs, wurde Stammvater des Volkes Israel. Noah verstarb im Alter von 950 Jahren (Genesis 9, 29).
Darstellung: beim Bau der Arche bzw. der Einzug von Noah, seiner Familie und den Tieren in die Arche

Quelle: Herder-Verlag
