Als jüngster Sohn des deutschen Königs Heinrich I. (919–36) und dessen Frau Mathilde wurde Bruno im Jahr 925 geboren. Als Vierjähriger kam er in die Obhut des Bischofs Balderich von Utrecht und genoss in der Domschule eine umfassende Bildung.
939 holte ihn sein Bruder König Otto I. (der Große; Kaiser 962–73) an den Hof und machte ihn kurz darauf zum Reichskanzler (940). Der 15-Jährige galt zu dieser Zeit als äußerst gelehrt und tugendhaft, er wurde bei vielen Staatsangelegenheiten um Rat gebeten und kümmerte sich gemeinsam mit dem irischen Bischof Israel um eine Neuordnung des Studienwesens.
951 wurde Bruno von König Otto I. zum Erzkanzler ernannt. 953 wurde ihm die Leitung des Erzbistums Köln sowie des Herzogtums Lothringen anvertraut. Somit konnte er die Kirchen und Reichspolitik seines Bruders noch effektiver unterstützen. Während sich Otto I. in Rom aufhielt (961–965), um sich von Papst Johannes XII. zum Kaiser krönen zu lassen, führte Bruno als Reichsverweser die Verwaltung. Er soll bei Fehden zwischen den einzelnen Fürsten auch ein begehrter Vermittler gewesen sein.
Unter seiner Obhut wurden mehrere Klöster gegründet, wie z.B. die Benediktinerabtei St. Pantaleon in Köln und das Patroklistift in Soest, und bestehende Klöster reformiert. Bruno starb am 11. Oktober 965 in Reims (Frankreich) und wurde in St. Pantaleon in Köln bestattet.
Darstellung: als Erzbischof
Attribute: Pallium, Stab, Kirchenmodell (von St. Pantaleon); Reichsapfel, bewimpelte Lanze (als Zeichen seiner weltlichen Macht)

Quelle: Herder-Verlag
