Patronat: Portugal
Besonders verehrt in Coimbra, Estremoz, Saragossa und als Helferin in Kriegsnöten Isabella wurde um 1270 im spanischen Saragossa oder Barcelona als Tochter von König Pedro III. von Aragón und seiner Gemahlin Konstanze von Navarra geboren und nach ihrer Großtante Elisabeth von Thüringen (hl.) benannt. Bereits im Alter von zwölf Jahren wurde sie 1282 mit König Dionysius von Portugal verheiratet, dem sie einen Sohn (Alonso/Alfons) und eine Tochter (Constantia/Konstanze) schenkte. Mit dem ihr durch einen Ehevertrag zustehenden Vermögen unterstützte sie viele Kirchen, Klöster und Hospitäler. Sie verhinderte als Friedensstifterin eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen ihrem Sohn und ihrem Mann, wurde aber selbst von diesem der Intrige verdächtigt, ihres Vermögens beraubt und verbannt. Nach dem Tod ihres Gatten 1325 lebte sie zunächst im von ihr gestifteten Klarissenkloster Coimbra, trat dann in den weltlichen Franziskanerorden (Dritter Orden/Terzianer) ein und wohnte in ihren letzten Lebensjahren in der Nähe des Klosters Santa Clara in Coimbra. 1336 verhinderte sie den Ausbruch eines Krieges zwischen ihrem Sohn Alfons IV. und dessen Schwiegervater, dem König von Kastilien, indem sie trotz ihres hohen Alters und von Krankheit geschwächt nach Estremoz (östlich von Lissabon) ritt und zwischen den Fronten vermittelte. Dort starb sie am 4. Juli 1336. Ihr Leichnam wurde nach Coimbra gebracht und in der Klosterkirche bestattet. 1516 wurde sie von Papst Leo X. seliggesprochen, die Heiligsprechung erfolgte 1625 durch Urban VIII.
Darstellung: als Königin oder Franziskanerterziarin, Almosen austeilend
Attribute: Weingefäß (weil sie der Legende nach durch ihr Gebet Wasser in Wein verwandelt haben soll), (zweite) Krone in der Hand, Rosen (Zeichen der Könige von Portugal)

Quelle: Herder-Verlag
