Patronat: Zürich
Die Geschwister Regula und Felix starben um das Jahr 300 den Märtyrertod in Zürich. Den Überlieferungen nach (die älteste Niederschrift stammt vermutlich aus dem späten 8. Jahrhundert) waren die beiden Angehörige der Thebäischen Legion um den Heiligen Mauritius. Regula und Felix entkamen der Vernichtung ihrer Glaubensgenossen; sei es durch Flucht oder, wie manche Überlieferungen berichten, weil sie von Mauritius den Missionsauftrag für die Region um Turicum (Zürich) bekommen hatten. Dort verbreiteten sie den christlichen Glauben, wurden aber bald auf Befehl des römischen Statthalters Decius gefangen genommen, gefoltert und enthauptet. Der Legende nach nahmen die Geschwister ihre Häupter in die Hand und trugen sie 40 Schritte weit an jene Stelle, wo ihr Grab errichtet werden sollte.
Über dem Grab der Märtyrer wurde erst eine Kapelle, im späten 8. Jahrhundert unter Kaiser Karl III. (839–88) ein Chorherrenstift (das heutige Großmünster) errichtet. Reliquien der Heiligen wurden während der Reformationszeit nach Andermatt in Sicherheit gebracht.
Darstellung: als enthauptete Märtyrer
Attribute: Buch, Märtyrerpalme, abgeschlagene Köpfe (in den Händen haltend)

Quelle: Herder-Verlag
