Wie das Alte Testament erzählt, war Rebekka die Tochter Bathuels und eine Großnichte des Stammvaters Abraham, der einst aus Mesopotamien nach Kanaan gekommen war. Dieser ließ Rebekka von seinem Knecht Eliezer für seinen spät geborenen Sohn Isaak aus seiner alten Heimat holen, damit er keine der heidnischen Kanaaniterinnen ehelichen musste (Genesis 24). Nach zehnjähriger Unfruchtbarkeit brachte Rebekka die Zwillinge Esau und Jakob zur Welt. Esau, der Erstgeborene, wurde der Liebling seines Vaters, Jakob jedoch der Liebling seiner Mutter (Genesis 25, 28). Rebekka stiftete Jakob dazu an, sich den Segen des Vaters durch eine List zu erschleichen. Letztlich aber musste Jakob vor der Rache des Bruders in die Heimat seiner Mutter fliehen, und Rebekka sollte ihn bis zu ihrem Tod nicht mehr wiedersehen. Rebekka, nach ihrer Schwiegermutter Sara die bedeutendste Frau des Alten Testaments, wurde der Überlieferung nach in der Höhle Machpela in Hebron in Palästina (heute im von Israel besetzten Westjordanland) begraben (Genesis 49, 31).

Quelle: Herder-Verlag
