Das Vater unser - Glaubenskurs 2026
Das Vater unser, DAS Gebet, das Jesu uns hinterlassen hat und das uns auch in jedem Gottesdienst begegnet, genauer unter die Lupe zu nehmen, war die Idee des Glaubenskurses 2026 im Pastoralraum Waldbronn-Karlsbad.
Vor über 2000 Jahren hinterließ uns Jesus Christus in der Bergpredigt DAS Gebet, das wir bis heute beten: das Vater unser.
Häufig ist es eines der ersten Gebete, die ein Kind lernt, und das letzte das ein Demenzkranker vergisst. Manchmal beten wir es voller Inbrunst, manchmal leiern wir es eher herunter.
Dieses Gebet, das uns auch in jedem Gottesdienst begegnet, genauer unter die Lupe zu nehmen, war die Idee des Glaubenskurses 2026 im Pastoralraum Waldbronn-Karlsbad.
Dabei sollte es nicht darum gehen, das Vater unser zu sezieren, sondern hinter die Worte zu schauen. Jeder der fünf Themenabende begann mit einem gemeinsamen Essen.
An dieser Stelle herzlichen Dank allen, die jede Woche Köstlichkeiten für unser leckeres, abwechslungsreiches Fingerfood-Buffet zauberten.
Nach dem entspannten Beginn, bei dem Begegnungen und Gespräche im Mittelpunkt standen, folgte jedes Mal ein ca. zehnminütiger Impuls, für den Mitglieder des Vorbereitungsteams Gedankenanstöße zu den verschiedenen Abschnitten des Vater unsers vorbereitet hatten.
Diese nahmen die Teilnehmenden dann mit in Kleingruppen, wo ausgehend von den Impulsen spannende, tiefgründige, berührende und bereichernde Diskussionen und Gespräche entstanden.
Was bedeutet es eigentlich, Gott ehrlich als »Vater« oder »Papa« ansprechen zu dürfen? Wie heiligen wir Gottes Namen? Kann ich wirklich mit Überzeugung beten »Nicht mein, dein Wille geschehe«? Was ist »unser tägliches Brot«? Wie geht man mit der Bedingung um, dass man seinen Schuldigern vergeben muss, bevor einem vergeben wird? Ist es Gott, der uns in Versuchung führt? Was ist überhaupt Schuld? Wie füllen wir die Worte »Reich«, »Kraft«, »Herrlichkeit« mit Inhalt? Wie ist das mit der Ewigkeit?
Die Liste könnte noch weit verlängert werden und würde doch der thematischen Tiefe der vertrauensvollen Gespräche nicht annähernd gerecht werden.
Begleitend hatte der Künstler Hamlet al-Kuti speziell für diesen Glaubenskurs Bilder gemalt, die einen zusätzlichen visuellen Impuls zu den einzelnen Abenden lieferten.
Nach einem gemeinsamen Abschluss, bei dem die Teilnehmenden unter anderem auch das Vater unser in seiner ursprünglichen aramäischen Form hören durften, endeten die einzelnen Abende mit einem Segen.
Der Glaubenskurs fand seinen Abschluss mit einem Gottesdienst, der natürlich auch das Vaterunser zum Thema hatte.
Der Eindruck, den der Glaubenskurs machte, wird wohl nicht so schnell zu einem Abschluss kommen, eröffnete er doch für viele ganz neue individuelle Glaubenserfahrungen.
Das Vorbereitungsteam Hamlet Al-Kuti, Reinhart Bott, Ruth Fehling, Fabian Frank, Franziska Henning, Ulrike Pietzcker, Barbara Ring-Rohr