Gemeinsam glauben - Impulse des Seelsorgeteams
Mit kurzen Impulsen möchte das Seelsorgeteam zum Nachdenken, zum Gespräch und zum Beten anregen. Als Nachricht per E-Mail, auf der Homepage und über das MAZ wird wöchentlich ein Impuls veröffentlicht.
Die verschiedenen Möglichkeiten:
- per E-Mail: Mail mit dem Betreff „gemeinsam glauben“ an pfarramt[ät]kath-malsch.de
- hier auf unserer Homepage
- über das MAZ
Freitag, 18.09.2026

Die Urlaubszeit ist vorbei, der Alltag beginnt wieder. Neue Aufgaben, neue Begegnungen und neue Herausforderungen warten auf uns.
Viele haben in den vergangenen Wochen Kraft getankt: in der Zeit mit der Familie, in Begegnungen, in der Ruhe, in der Natur oder einfach in der Zeit für sich selbst. Nun beginnt wieder die Arbeit, die Kinder und Jugendlichen gehen zurück in die Schule, und die Tage werden wieder voller.
Eine wichtige Frage ist: Wie können wir etwas von dieser neuen Kraft in unseren Alltag mitnehmen?
Wie können wir die Ruhe und Freude bewahren, damit sie nicht schon nach wenigen Tagen wieder verloren gehen?
Vielleicht hilft es, immer wieder bewusst innezuhalten, dankbar zu sein und sich kleine Zeiten der Ruhe zu gönnen.
„Der Herr gibt dem Müden Kraft und dem Kraftlosen verleiht er große Stärke.“ (Jes 40,29)
Unsere Kraft kommt nicht nur aus uns selbst. Gott begleitet uns auch im Alltag. Wenn unsere Kräfte nachlassen, dürfen wir auf ihn vertrauen. Er schenkt uns neue Kraft für jeden neuen Tag.
So können wir mit neuer Energie in die kommende Zeit gehen und darauf vertrauen: Gott geht mit uns.
Kooperator Tijo Thomas
Freitag, 11.09.2026

Es gibt Tage und Ereignisse, die prägen sich ins Gedächtnis ein. Das kann im Privaten sein, wenn ein nahestehender Mensch stirbt. Das kann aber auch kollektiv in einer Gesellschaft sein. Der 11. September gehört sicher dazu. Viele Menschen wissen noch heute genau, wie sie damals vor 25 Jahren vom Terroranschlag in New York erfahren haben, wo sie damals waren, was sie gemacht haben.
Bestimmte Erinnerungen hängen bei uns Menschen mit Orten oder Symbolen zusammen. Die Bibel erzählt einmal von Jakob, der einen Traum hat, in dem er Gott erlebt. Als Jakob wieder aufwacht, markiert er den Stein, auf dem er gelegen hat. Denn es ist für ihn ein Ort der Erinnerung geworden an eine wichtige Erfahrung – der Ort, an dem er von Gott geträumt hat, an dem er Gott begegnet ist (Genesis 28,10-22).
Der heutige 11. September kann ein Tag sein, an dem wir uns erinnern an die Opfer von Terrorismus weltweit. Er kann aber auch anregen zu der Frage: Welche Tage, welche Orte und Symbole sind mir in meinem Leben wichtig geworden – sind für mich bedeutsame Erinnerungsmale?
Israel ben Elieser sagte: „Nicht im Vergessen, sondern im Sicherinnern besteht das Geheimnis der Erlösung.“
Rainer Warneck, Kooperator
Freitag, 04.09.2026

Die USA warten mit einigen kuriosen Feier- und Gedenktagen auf. Wenngleich die Herkunft unbekannt, so begehen die Vereinigten Staaten von Amerika immer am ersten Freitag im September (dieses Jahr also der 4.9.) der „Lazy Mom’s Day“, den „Auch-Mütter-dürfen-mal-faul-sein-Tag“. Eine Theorie ist, dass dieser Tag sich vom kommerzialisierten und mittlerweiel überbordenden Muttertag absetzen soll und es weniger darum geht, Mütter zu ehren, sondern eher darum, ihnen etwas zu gönnen, vornehmlich Erholung.
Obschon die Bibel oft auch als frauenfeindlicher Schinken verschrien ist, so sind doch Mütter immer mit wichtigen Rollen versehen, in denen die Geschicke der Geschichte gelenkt werden. Wenn zwar Eva als Urmutter noch immer herangezogen wird, dass sie auf die Schlange hereinfiel und wir deshalb nicht mehr im Paradies leben (Adam hat übrigens mitgemacht…), sind mit Sara, Rebekka und Jochebed andere Mütter – bitte positiv verstehen – listenreicher (Jochebed z.B. konnte mit einem Trick ihren Sohn Moses noch ein paar Jahre großziehen, die Geschichte mit dem Körbchen auf dem Nil ist bekannt…). Wenn um es Mütter und Bibel geht kommt man aber wohl zuallererst auf Maria, die als Mutter Jesu zweifelsohne eine ganz besondere Rolle spielt.
In der heutigen Zeit wird die Arbeit von Müttern nicht genügend wertgeschätzt. Nicht, weil man es nicht möchte, sondern, weil es nicht genug sein kann! In einem Video eines Unternehmens wurde einmal darauf hingewiesen. Verschiedenen Menschen wurde ein Jobangebot unterbreitet: 24/7-Schichten, keine Urlaubstage und vor allem keine Bezahlung. Natürlich lehnten alle Interessenten ab. Als dann aufgelöst wurde, dass es sich bei diesem Job um „Mutter“ handelt, wurden alle Befragten sehr nachdenklich.
Warum also immer nur einmal im Jahr auf Muttertag warten? Liebe Mütter – vielen Dank!
Markus Fischer, Gemeindereferent
Freitag, 28.08.26

Was bleibt, wenn der Sommer geht?
Die letzten Tage hat sich der Sommer noch einmal aufgebäumt. Und doch sind die meist kühlen Nächte bereits Vorboten dafür, dass der Sommer langsam zu Ende geht. Viele sehnen den Herbst sehnsüchtig herbei, andere zehren noch von den warmen Tagen.
So oder so: Das mitunter wechselhafte Wetter zeigt uns, dass nicht alles planbar ist im Leben und dass wir nicht alles in der Hand haben müssen.
Was bleibt, wenn der Sommer geht?
Vielleicht ist der Übergang vom Sommer zum Herbst eine gute Gelegenheit, einmal innezuhalten und zurückzuschauen.
Vielleicht sind es nicht die großen Erlebnisse, an die wir uns erinnern. Vielleicht bleiben kleine Augenblicke: ein langer Abend im Freien, ein aufrichtiges Gespräch, eine Brise Wind – nicht zu warm und nicht zu kalt oder dieser eine Moment, in dem wir einfach zufrieden waren.
Was bleibt, wenn der Sommer geht?
Vielleicht bleibt etwas, das in uns gewachsen ist – eine neue Erkenntnis, ein Gedanke, eine Begegnung, ein Gefühl von Dankbarkeit.
Der Sommer geht.
Aber nicht alles, was er uns geschenkt hat, muss mit ihm gehen.
Ich möchte Sie einladen in einem Rückblick auf den Sommer über die folgenden Fragen nachzudenken: Was möchte ich bewahren? Was möchte ich mitnehmen in die kommenden Wochen? Aber auch: Was darf ich getrost zurücklassen?
Nicht alles war planbar in diesem Sommer. Manches kam anders als erwartet, manches war einfach da.
Vielleicht ist das eine gute Übung für den Übergang: nicht alles festhalten zu wollen, sondern dankbar wahrzunehmen, was bleibt, und offen zu sein für das, was kommt.
Ihre Martina Berghäuser, Pastoralreferentin