Gemeinsam glauben - Impulse des Seelsorgeteams

 
Mit kurzen Impulsen möchte das Seelsorgeteam zum Nachdenken, zum Gespräch und zum Beten anregen. Als Nachricht per E-Mail, auf der Homepage und über das MAZ wird wöchentlich ein Impuls veröffentlicht.
 
Die verschiedenen Möglichkeiten:
  • per E-Mail: Mail mit dem Betreff „gemeinsam glauben“ an pfarramt[ät]kath-malsch.de
  •  hier auf unserer Homepage
  • über das MAZ
  
Freitag, 07.08.26
Für viele haben jetzt die Sommerferien begonnen. Ob Sie nun zuhause bleiben oder Ihre Koffer packen - bei der Ordensfrau Melanie Wolfers habe ich einen wichtigen Tipp für einen wirklich entspannten Urlaub entdeckt:
 
Ich wünsche Ihnen … nichts
Wie oft wird mir in diesen Wochen ein erholsamer Urlaub gewünscht. Natürlich freue ich mich darüber, aber zugleich fangen diese vielfachen Bekundungen auch an, mich zu stressen! Denn ungewollt nähren sie in mir den Druck, mich in der freien Zeit möglichst gut entspannen zu sollen. Und schon wird die freie Zeit wieder verzweckt – und damit ihres Zaubers beraubt.
Denn genau darin liegt doch der Unterschied zwischen einer wirklich freien Zeit und dem zielgerichteten Planen und Tun, welches den Alltag prägt: dass wir uns eine Zeit gönnen, in der wir nichts Bestimmtes tun oder erleben müssen, sondern dass wir uns dem „Wink der Stunde“ überlassen.
Das kann bedeuten, dass der Körper sich auspowern oder faul in den Seilen hängen will. Dass der Kopf frei wird von willentlicher Anspannung und die Gedanken spielerisch umherwandern. Dass unsere Seele den Freiraum findet zu fühlen, zu träumen oder einfach nur zu sein. Dass wir ziellos durch die vertraute Stadt schlendern und beim Anblick spielender Kinder stehen bleiben und schauen ...
Um der freien, unverzweckten Zeit willen wünsche ich Ihnen: nichts.
(Melanie Wolfers, Quelle: www.innehalten.de, In: Pfarrbriefservice.de)
 
In diesem Sinn: eine gesegnete Zeit!
Rainer Warneck, Kooperator
Freitag, 31.07.26
„Gott in allen Dingen suchen und finden“ – ein Weg mit Ignatius von Loyola.

Die Kirche erinnert heute an den heiligen Ignatius von Loyola, den Gründer des Jesuitenordens. Ignatius hatte den Wunsch, Gott nicht nur in besonderen Erlebnissen zu erfahren, sondern auch im täglichen Leben seine Nähe zu spüren.
„Gott in allen Dingen suchen und finden“ – dieser Satz fasst die Spiritualität des Ignatius zusammen. Er lädt uns ein, mit offenen Augen und einem wachen Herzen durch das Leben zu gehen. Oft suchen Menschen Gott in außergewöhnlichen Erfahrungen. Ignatius erinnert uns daran, dass Gottes Gegenwart auch im Gewöhnlichen verborgen ist. Gott begegnet uns nicht nur im Gebet und in Gottesdiensten, sondern auch in den kleinen Begegnungen, in der Arbeit, in der Freude, in Herausforderungen und sogar in den Momenten der Unsicherheit.
Die Frage des Ignatius kann auch heute eine Einladung an uns sein: Wo kann ich Gott in meinem heutigen Leben entdecken? Wo schenkt er mir seine Nähe?
Wer lernt, Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden, sieht die Welt mit neuen Augen. Der Alltag wird zu einem Ort der Begegnung mit Gott, und jeder Augenblick kann zu einem kleinen Geschenk seiner Gegenwart werden.
Kooperator Tijo Thomas
Freitag, 24.07.2026
„Kommen Sie gut an!“ So heißt es manchmal nach den Verkehrsnachrichten im Radio. Auch ich sage das gern, wenn ich jemanden verabschiede. „Komm gut an!“ Insgeheim schwingt bei mir der Wunsch mit: Gott möge dich auf deiner Fahrt beschützen und begleiten.
Heute ist der Gedenktag des Heiligen Christophorus. Er ist der Patron der Reisenden.
Die Legende erzählt, dass Christophorus die Leute auf seinen starken Schultern durch einen gefährlichen Fluss trägt. Er sorgt dafür, dass andere gut ankommen. Einmal trägt er ein kleines Kind durch den Fluss. Und das Kind entpuppt sich als Christus. Der Name Christophorus heißt übersetzt: Der, der Christus trägt.
Solche „Christusträger“ gibt es auch heute: Jemand, der sich dafür einsetzt, dass anderen geholfen wird. Jemand, der mitgeht, wenn es herausfordernd wird.
So jemand trägt Christus in diese Welt. Das kann im tagtäglichen Straßenverkehr sein, aber auch am Arbeitsplatz oder daheim. Das geht immer da, wo sich Menschen darum sorgen, dass andere gut ankommen.
 
In diesem Sinn wünsche ich Ihnen für heute: Kommen Sie gut an!
Rainer Warneck, Kooperator
Freitag, 17.07.2026
Nicht mehr lange und es heißt für alle Schülerinnen und Schüler wieder: endlich Sommerferien. Auch die Kindertagesstätten gönnen sich eine wohlverdiente Ruhepause.
In Schulen und Kitas werden Abschiede vorbereitet und es gibt so viele unterschiedliche Feste der Vereine, dass man froh ist, wenn sich nichts überschneidet. Die Tage scheinen noch einmal voller zu werden, bevor sie hoffentlich etwas ruhiger werden.
Und dann kommt sie: die Zeit, in der manches wieder langsamer werden darf.
Der Sommer lädt dazu ein, den Blick zu heben. Nicht nur auf den nächsten Punkt im Kalender, sondern auf das, was gerade da ist: das Summen der Bienen, ein langer Abend im Freien, das Lachen spielender Kinder, ein Gespräch ohne Zeitdruck oder einfach ein paar Minuten Stille.
In der Bibel heißt es: „Alles hat seine Zeit.“ (Kohelet 3,1)
Nicht jede Zeit ist gleich. Es gibt Zeiten des Arbeitens und des Lernens. Zeiten des Aufbruchs und des Abschieds. Und es gibt Zeiten, in denen wir Kraft sammeln dürfen.
Vielleicht gelingt es uns in den kommenden Wochen, solche Momente bewusst wahrzunehmen. Nicht, weil alles perfekt ist oder alle Sorgen Pause machen. Sondern weil gerade in den kleinen Unterbrechungen neue Kraft wachsen kann.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesem Sommer Augenblicke finden, die Ihnen guttun – und Menschen, mit denen Sie sie teilen können. Mögen diese Wochen Ihnen Zeit schenken zum Durchatmen, zum Staunen und zum Kraftschöpfen.
Ihre Martina Berghäuser, Pastoralreferentin
Freitag, 10.07.2026
Wenngleich die Fußball-WM noch läuft und spannend bleibt, ist in Deutschland die Begeisterung abgeebbt. Das Ausscheiden der deutschen Elf führte zu viel Unmut, und eine Konsequenz war der Rücktritt von Bundestrainer Nagelsmann. Aber Hoffnung keimt auf, denn ein Nachfolger gilt als sicher, und dieser Nachfolger wird gar als „Messias“ bezeichnet!
Was macht so ein „Messias“ eigentlich? Der Duden – ein wohlgemerkt nicht theologisches Werk – spricht von einem im alten Testament verheißenen königlichen Heilsbringer, alternativ von einem Befreier bzw. Erlöser aus religiöser oder sozialer Unterdrückung. Vom Wort her ist Messias übersetzt „der Gesalbte“, was nach altem Verständnis den Königsbezug herstellt.
Aus christlicher Sicht ließe sich der Begriff „Messias“ also wahrscheinlich gut auf Jesus anwenden. Aber auf Fußballtrainer? Vielleicht wird der neue Bundestrainer ja der Erlöser von Torungefährlichkeit oder der Befreier vom Rumpelfußball, aber zum Messias braucht es wohl doch mehr als Fußballsachverstand…
Markus Fischer, Gemeindereferent