Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir

Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir; so lautete das Motto der 57. Friedenswanderung des Internationalen Kolpingwerkes, die dieses Jahr vom 14. bis 17. Mai in und um Bad Waldsee stattfand.  

                                             
 
 
Mit diesen 3 Worten waren die Tage überschrieben, die ca. 350 Teilnehmende aus 13 europäischen Ländern (darunter Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien, Ukraine, Polen, Litauen, Rumänien…) in der oberschwäbischen Kleinstadt zusammenführte. Von der Kolpingfamilie Malsch nahmen 7 Personen zum ersten Mal an dieser traditionellen Friedenswanderung teil. Von unserer polnischen Partnerstadt Sycow waren 6 Personen der Einladung gefolgt und hatten die weite Anreise auf sich genommen. So gab es bei der Ankunft ein herzliches Wiedersehen. Es war uns gelungen, in der sehr schön gelegenen zentrumsnahen Bildungsstätte „Bauernschule“ gemeinsam untergebracht zu sein. Am Freitag und am Samstag wurde nach einem morgendlichen Impuls in der Stadtkirche gewandert. Die Organisatoren aus Bad Waldsee hatten zwei Routen ausgearbeitet, welche den Teilnehmenden die typische Landschaft rund um Bad Waldsee näherbrachte. Am Freitag führte die Route unter dem Motto „Von Seen, Wäldern und Höhen“ hinauf zur Wallfahrtsstätte Sebastianskapelle und weiter auf die Grabener Höhe (758 m), Bad Waldsees höchster Erhebung. Am Samstag führte der Weg „zwischen Himmel und Moor“ durch das Bad Waldseer Ried hin zum benachbarten Kloster Reute, wo uns Schwester Birgit nicht nur kurz in die Geschichte und die Zukunftspläne des Klosters einführte, sondern auch ein beeindruckendes Statement zum Thema Frieden gab. Teilgenommen hat auch der bekannte Schauspieler und Entertainer Johannes Warth, ein gebürtiger Bad Waldseer, der am Abend die Friedenswanderer mit seiner Vortragskunst in der Stadthalle begeisterte. Sein interaktiver Vortrag als „Ermutiger“ mit Wortwitz, Humor und Tiefgang wurde mit stürmischem Applaus bedacht. Weitere Programmpunkte waren der Eröffnungsgottesdienst, geleitet vom Kolping-Generalpräses Christoph Huber - und der Abschlussgottesdienst, zelebriert vom Rottenburger Weihbischof Gerhard Schneider in der Stadtkirche St. Peter, Impulse, gemeinsames Gebet, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm am Abend, kulturelle Informationen und nicht zuletzt der Austausch mit unseren Kolpinggeschwistern aus Sycow, die von zwei Frauen vom polnischen Kolpingwerk begleitet wurden. Überall in der Stadt sah man Menschen in den Kolpingfarben orange/schwarz und man kam ganz automatisch mit anderen Teilnehmenden ins Gespräch – sei es beim gemeinsamen Wandern, beim Warten in der Schlage an der Essensausgabe……. Beeindruckend auch am Himmelfahrtstag der lange Zug von über 50 Kolping-Bannern durch die Stadt von der Kirche hin zur Stadthalle, begleitet vom Fanfarenzug und Stadtkapelle. Beeindruckend auch am Ende die Vorstellung der Kolpingmitglieder aus Litauen, für die Frieden eine noch viel tiefere, sehr konkrete Bedeutung hat angesichts der aktuellen Weltlage. Die Friedenswanderung 2027 wird vom 6. bis 9. Mai an der litauischen Ostseeküste stattfinden. Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an Ela Haustein für die Übersetzungen Polnisch/Deutsch und umgekehrt – sowohl im Vorfeld als auch während der gemeinsamen Tage.