Faszinierend und gefährlich
Ökumenischer Gesprächsabend zu den Herausforderungen durch die KI und die Antworten der Kirchen
„Faszinierend, aber auch gefährlich" – so das Urteil einer Teilnehmerin am ökumenischen Gesprächsabend mit Pfarrer Andreas Heitmann-Kühlewein von der evangelischen Johannesgemeinde und Tobias Speck von der katholischen Pfarrei St. Martin. Die Veranstaltung fand am 15. Oktober 2026 im Gemeindezentrum „Herr Jesu" in Ettlingen statt und stand ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz.
Anlass des Abends war die Enzyklika „Magnifica Humanitas" von Papst Leo XIV., die sich vor dem Hintergrund der katholischen Soziallehre ausführlich mit den Herausforderungen durch die KI befasst. Die beiden Theologen führten in das Thema ein und luden die Teilnehmenden gleich zum Gespräch ein: Wie nutzen sie selbst KI – und was hat sie, wenn sie die Enzyklika gelesen haben, daran besonders beeindruckt? Es wurden viele Fragen aufgeworfen: Wer steuert die Algorithmen? Kommt es zu einer Konkurrenz zwischen Mensch und Maschine? Gibt es nicht auch gute Aspekte – etwa technologische Hilfe für Menschen mit Einschränkungen? Von eigenen Erfahrungen war die Rede, aber auch die Forderung nach Regulierung wurde in den Raum gestellt. Gefragt wurde zudem, ob sich die Nutzung von KI überhaupt vermeiden lässt und welche Auswirkungen ihre zunehmende Verbreitung auf Wissen, Wohlstand und Demokratie haben wird.
Anschließend unternahmen die Veranstalter den Versuch einer Einordnung in zwei Schritten: Zuerst stellten Andreas Heitmann-Kühlewein und Tobias Speck die zentralen Inhalte der Enzyklika kurz vor. Danach kam eine Expertin zu Wort: Dr. Linda Nierling vom Institut für Technikfolgenabschätzung am KIT. Sie erläuterte, woher KI kommt und was man darunter versteht – nämlich ein Bündel von Technologien, die vor allem seit 2023 in Gestalt von generativer KI, also der statistischen Erzeugung von Texten, Bildern, Videos und Musik, ihren Durchbruch im Alltag erlebt haben.
Dr. Nierling zeichnete die Dimensionen der KI-Transformation nach: Technisch und ethisch, rechtlich, politisch und gesellschaftlich – mit Chancen wie mit Herausforderungen. Aus jedem Bereich brachte sie ein Beispiel: So hat KI das Potenzial, Menschen mit Einschränkungen in ihrer Mobilität und Kommunikation zu fördern. Sie kann aber auch – etwa in Form sogenannter Deepfakes – auf leichte Weise Bilder manipulieren, Fälschungen als echt erscheinen lassen oder echte Bilder in den Verdacht der Fälschung bringen. Die Folgen und Risiken seien besorgniserregend, ließen sich aber in den Griff bekommen. Dabei hob sie ausdrücklich die KI-Regulierung der EU hervor.
Im anschließenden Austausch wurden die Sorgen der über 60 Teilnehmenden deutlich: Welche Folgen wird KI für Bildung und Schule haben? Welche für die Demokratie? Und kann man sich der Nutzung von KI überhaupt noch entziehen?
In der abschließenden Runde wurden zuversichtliche Statements gesammelt. Denn – das ist auch ein großes Anliegen von Papst Leo – den Kopf in den Sand stecken führt nicht weiter. Im Gegenteil: Wir sind aufgerufen, unsere Gegenwart, die durch eine starke Digitalisierung geprägt ist, aktiv zu gestalten – jede und jeder an ihrem und seinem Platz. Und es gibt berechtigte Hoffnung auf wirksame Gestaltungsmöglichkeiten.
Mit einem Lied, einem Segen und dem Dank an Frau Dr. Nierling und alle Anwesenden ging ein informativer, kurzweiliger und zugleich nachdenklicher Abend zu Ende – ein Abend, der Lust darauf macht, sich weiter mit dem Thema KI zu beschäftigen.
Anschließend unternahmen die Veranstalter den Versuch einer Einordnung in zwei Schritten: Zuerst stellten Andreas Heitmann-Kühlewein und Tobias Speck die zentralen Inhalte der Enzyklika kurz vor. Danach kam eine Expertin zu Wort: Dr. Linda Nierling vom Institut für Technikfolgenabschätzung am KIT. Sie erläuterte, woher KI kommt und was man darunter versteht – nämlich ein Bündel von Technologien, die vor allem seit 2023 in Gestalt von generativer KI, also der statistischen Erzeugung von Texten, Bildern, Videos und Musik, ihren Durchbruch im Alltag erlebt haben.
Dr. Nierling zeichnete die Dimensionen der KI-Transformation nach: Technisch und ethisch, rechtlich, politisch und gesellschaftlich – mit Chancen wie mit Herausforderungen. Aus jedem Bereich brachte sie ein Beispiel: So hat KI das Potenzial, Menschen mit Einschränkungen in ihrer Mobilität und Kommunikation zu fördern. Sie kann aber auch – etwa in Form sogenannter Deepfakes – auf leichte Weise Bilder manipulieren, Fälschungen als echt erscheinen lassen oder echte Bilder in den Verdacht der Fälschung bringen. Die Folgen und Risiken seien besorgniserregend, ließen sich aber in den Griff bekommen. Dabei hob sie ausdrücklich die KI-Regulierung der EU hervor.
Im anschließenden Austausch wurden die Sorgen der über 60 Teilnehmenden deutlich: Welche Folgen wird KI für Bildung und Schule haben? Welche für die Demokratie? Und kann man sich der Nutzung von KI überhaupt noch entziehen?
In der abschließenden Runde wurden zuversichtliche Statements gesammelt. Denn – das ist auch ein großes Anliegen von Papst Leo – den Kopf in den Sand stecken führt nicht weiter. Im Gegenteil: Wir sind aufgerufen, unsere Gegenwart, die durch eine starke Digitalisierung geprägt ist, aktiv zu gestalten – jede und jeder an ihrem und seinem Platz. Und es gibt berechtigte Hoffnung auf wirksame Gestaltungsmöglichkeiten.
Mit einem Lied, einem Segen und dem Dank an Frau Dr. Nierling und alle Anwesenden ging ein informativer, kurzweiliger und zugleich nachdenklicher Abend zu Ende – ein Abend, der Lust darauf macht, sich weiter mit dem Thema KI zu beschäftigen.
